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Bamboleo
Die Idee eines Spiels auf beweglicher, kippgefährdeter Spielfläche kommt immer wieder einmal auf. Wer mag, kann sich die Vorläufer von "Bamboleo" im Deutschen Spiele-Archiv einmal anschauen. Markantestes Beispiel der letzten Zeit: "Tri-Ba-Lance" von Michael Sohre, erschienen bei dem ambitionierten Kleinverlag Theta und 1995 mit dem Sonderpreis "Schönes Spiel" im Rahmen des Kritikerpreises "Spiel des Jahres" ausgezeichnet. Der Luxemburgische Lehrer Jaques Zeimet hat hier allerdings in Zusammenarbeit mit dem Klaus Zoch-Verlag noch eins draufgesetzt: "Bamboleo" ist womöglich noch schöner gestaltet, im Spielablauf noch aufregender angelegt als alle seine Vorläufer. Und das will etwas heißen!
Der Spielaufbau ist frappierend einfach. Zunächst bauen die Spieler auf einer großen, gelben Sperrholzscheibe (Durchmesser 36 cm!) ein kleines Dorf auf. Wem die Holzbausteine in rot und schwarz, 30 an der Zahl, bekannt vorkommen, ist mit Sicherheit stolzer Besitzer des legendären "Bausack"-Spiels, ebenfalls bei Klaus Zoch erschienen. Da ist gleiches bzw. ähnliches Material im Spiel. Steht die Siedlung, wird ein 16 cm hoher Holzständer in die Tischmitte gestellt. Auf seiner Spitze trägt er eine kleine Kork-Kugel. Nun gilt es, die große Scheibe mit der Baustein-Landschaft so auf dieser Kugel zu plazieren, daß sie zu schweben scheint. Ist das geschafft, kann das Spiel losgehen. Reihum muß jetzt jeder Spieler ein Teil von der Platte entfernen. Auf der Korkoberfläche rutscht die Platte nicht gleich, aber unter widrigen Umständen etwas später umso heftiger. Man sollte also schon genau überlegen, wo man hingreift und etwas wegnehmen will. Beinahe immer schwankt das Unternehmen so furchtbar, daß man geradezu seekrank dabei werden kann. Wem es zu gefährlich erscheint, ein Teil von der schwingenden Platte herunterzunehmen, kann auch passen. Er geht damit allerdings ein Risiko ein. Ist der nächste Spieler mutiger und zudem auch erfolgreich, muß er ein bereits erobertes Teil an diesen abgeben. Bei der abschließenden Wertung zählt jedes eingesammelte Holzstückchen einen Punkt. Gerechter ist es, wenn nicht die Zahl, sondern das Gesamtgewicht aller Teile entscheidet, denn die großen Brocken zu entfernen ist ein ungleich risikoreicheres Unternehmen. Ein Küchenwaage ist allerdings nicht im Lieferprogramm, die man muß schon selbst beisteuern. Für ein Kippen der Platte werden allemal vier Strafpunkte abgezogen. Wer dem "Bamboleo" weitere Spielreize abgewinnen will, für den steht es die "Bamboleo-Synchron-Variante" bereit. Dabei müssen zwei Spielpartner gleichzeitig zwei Teile vom Brett nehmen. Leichter gesagt, als getan!! Und es gibt auch noch ein kleeblattartiges Brett, das man sich von Verlag bestellen kann. Da treten ganz neue Gleichgewichtsverhältnisse auf. Kein Wunder, daß dieses Spiel, wo immer es auf Messen und Spielfesten gezeigt wurde, ganze Trauben von Menschen in seinen Bann zog. (Bernward Thole)
Ob es sich bei BAMBOLEO um ein Spiel oder um ein Spielzeug oder vielleicht sogar eher um ein Spielobjekt handelt, darüber kann man durchaus diskutieren. Denn diese Neuheit aus dem Zoch-Verlag erweckt im aufgebauten Zustand durchaus den Eindruck einer künstlerischen Installation, die dekorativ mit den Naturgesetzen spielt. BAMBOLEO besteht aus einem schwarzen Holzobelisken, auf dessen Spitze eine Kugel aus Kork den Abschluß bildet. Auf dieser Kugel wiederum lagert eine Holzscheibe in einer mehr oder minder bedrohlich wirkenden Schieflage, je nachdem wie das Ganze ausbalanciert wurde. Zur Komplettierung des Aufbaus werden vor Spielbeginn alle zum Spiel gehörenden Holzteile unterschiedlichster Formen auf die Scheibe gelegt. Dann kann das Spiel beginnen. Reihum entfernen die 2-7 Spieler und Spielerinnen nun jeweils ein Teil von der Holzplattform und bei jedem Element zeigt sich die Tücke der Schwerkraft. Die schiefe Ebene neigt sich gefährlich zu einer Seite und es wird deutlich, daß es ein haarfeiner Balanceakt der Naturkräfte ist, dem man hier als Spieler ausgesetzt ist. Daß das nicht auf Dauer gut gehen kann liegt auf der Hand. Irgendein Spieler aus der Runde wird sicher etwas zu forsch ans Werk gehen und ein Teil entfernen, durch welches das Gleichgewicht außer Kontrolle gerät. Mit lautem Gepolter stürzt dann alles zusammen. Der Spieler, der bis dahin die meisten Teile entfernen konnte, ist Sieger. BAMBOLEO ist ein ungemein reizvoller Vertreter aus der Gattung der Geschicklichkeitsspiele in der Art von Jenga, Bausack, Mikado oder auch dem guten alten Packesel. Der Reiz, auch in scheinbar unmöglichen Situationen noch immer ein Bauteil zu entfernen, kribbeliges Risiko, das Vertrauen in die eigene Geschicklichkeit und die mitunter faszinierende Stabilität der Konstruktion sind die wesentlichen Spaßfaktoren von BAMBOLEO. Es ist spannend, hat einen sehr hohen Aufforderungscharakter und ist dekorativ ungemein reizvoll. Der Spieleerfinder und -verleger Klaus Zoch, der vor einigen Jahren mit seinem Geschicklichkeitsspiel 'Bausack' bereits einen ganz großen Wurf landen konnte, hat auch mit BAMBOLEO wieder ein wunderbar originelles und schönes Spiel produziert, das Spieler begeistern und sicher viele Liebhaber finden wird. Ganz billig ist der Spaß zwar nicht, aber angesichts der Materialausstattung und Exklusivität durchaus gerechtfertigt. (Andreas Mutschke, Westfälischer Anzeiger) BAMBOLEO, für 2-7 Spieler ab 7 Jahren, ca. 80,-, Direktvertrieb und Information: Zoch-Spiele, Rheinstraße 7, 80803 München
Lange fristeten Geschicklichkeitsspiele ein Schattendasein. Mit einigen guten Titeln hat diese Gattung jetzt aber den Durchbruch auch im Erwachsenenbereich geschafft. Geschicklichkeitsspiele aus Holz - etwas für Kinder! Bis Bausack, Jenga und Tri-Ba-Lance mit diesem alten Vorurteil aufräumten und die Erwachsenen für diese Spielegattung, die auf eine lange Tradition zurückblicken kann, begeisterten. Klaus Zoch und Albrecht Werstein erlebten diese Trendwende in ihrem Eigenverlag hautnah mit: Über ihren Bausack wurde zuerst gestaunt, dann stieg die Nachfrage derart, dass sie mit der Produktion beinahe nicht nachkamen. Hierauf zeigte ein US-Spielemulti Interesse für das Spiel mit den ungewöhnlichen Klötzen. Aus den vielen Fragen nach einem Nachfolgeprodukt konnten Zoch und Werstein schliessen, dass alles doch keine Eintagesfliege war. Deshalb griffen sie rasch zu, als ihnen der Luxemburger Jacques Zeimet den Prototyp eines neuen Geschicklichkeitsspiels anbot. Dass der vierzigjährige Lehrer und Spielehändler dafür auch Teile ihres Bausack-Spiels verwendete, hatte ihr Interesse besonders geweckt.
Auf Holzständer Wer an der Reihe ist, nimmt ein Holzteil von der Spielplatte. Diese darf man dabei nicht berühren. Aber Vorsicht: Das Ganze darf nicht aus dem Gleichgewicht kommen. Man wählt deshalb die Teile, die man entfernen möchte, mit Bedacht und überlegt sich gut, nach welcher Seite sich das Brett wohl neigen würde, wenn man diesen oder jenen Klotz vom Brett nimmt. Folgenorientiertes Denken ist hier gefragt, da bei einem Fehlversuch die Strafe auf dem Fuss folgt. Wer das Bauwerk unfreiwillig zum Kippen bringt, erhält vier Punkte Abzug. Daher ist es manchmal besser, bei einer heiklen Position auf dem Brett zu passen und den Schwarzen Peter dem nächsten Spieler weiterzureichen. Gelingt diesem ein erfolgreicher Zug, gibt es einen Zusatzpunkt vom Spieler, der gepasst hat. Gespielt wird, bis die oder der Erste 30 Punkte erreicht hat.
Tolles Material Die Nachfrage nach Bamboleo ist trotz des recht hohen Preises (Holz!) enorm. Zu Recht, wie mir scheint. Denn immer, wenn das Spiel auf den Tisch kommt, muss man sich um die Stimmung keine Sorgen machen. (Synes Ernst) "Bamboleo" von Jaques Zeimet, Zoch Verlag, für 1-6 Spieler ab 8 Jahren
Für Verblüffung sorgt das erst vor wenigen Tagen erschienene Balance-Spiel BAMBOLEO ( Zoch-Verlag). Der übliche Ablauf, daß Spielsteine auf ein Waagefeld gestellt werden, wird hier umgekehrt. Alles Spielmaterial, über 30 Holzsteine werden zu Beginn des Spiels auf einer runden Holzplatte verteilt. Diese Holzlandschaft, die viele Möglichkeiten der optischen Gestaltung bietet, wird dann vorsichtig auf einem 16cm hohen Holzständer mit einer Korkkugel an der Spitze austariert. Der Spielablauf ist schnell beschrieben: Zwei bis sieben Mitspieler können sich laut Regel an dem Spiel beteiligen. Eine Spielrunde zu viert scheint mir die optimale Besetzung. Der Reihe nach nimmt jeder ein Holzelement von der Spielplatte, ohne diese dabei zu berühren. Die Aufnahme eines Steines sollte sehr behutsam erfolgen, da der recht hohe Holzständer starke Schwingbewegungen möglich macht. Ist man an der Reihe, hat man immer nur einen Versuch, um an Steine zu gelangen. Kippt die Platte oder rutschen Holzsteine von der Platte, ist die Runde sofort beendet. Spieler können auch passen, wenn es ihnen zu gefährlich ist, ein Holzteil von der Platte zu nehmen. Schafft es danach ein anderer Spiele doch noch, einen Holzstein zu ergattern, erhält dieser zusätzlich einen Stein von dem Spieler der vorher gepaßt hat. Bei der Wertung zählt jeder gesammelte Holzstein einen Punkt; vier Strafpunkte gibt es, wenn das ganze Arrangement ins Rutschen gekommen ist. Gespielt werden sollte auf 30 Siegpunkte, was beim Spiel zu viert etwa sechs bis acht schnelle Spielrunden ausmacht. (Wieland Herold) "Bamboleo" von Jaques Zeimet, Zoch Verlag, für 1-6 Spieler ab 8 Jahren
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