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Dacapo!
Es gibt viele Wege, ein Spiel zu ruinieren. Die österreichische Firma Piatnik "versucht" es schon seit Jahren über die Grafik. Zwar hat man heuer zum ersten Mal Ansätze zur Besserung erkennen können, doch bei "Dacapo!" ist man in die schwärzeste Vergangenheit zurückgefallen - und das ist sehr schade, denn "Dacapo!" ist ein absoluter Leckerbissen für Freunde von Denkspielen.
Sid Sackson's neuestes Werk spielt auf einem 6x6 Feld, auf dem zunächst die Spielsteine in zufälliger Reihenfolge verteilt werden. Diese tragen Ziffern zwischen 1 und 16. Bevor nun mit dem Spielen begonnen wird, darf noch jeder die Position seines 15er und 16er Steins verändern, indem er sie mit anderen Steinen der eigenen Farbe vertauscht. Gezogen wird senkrecht oder waagrecht, wobei leere Felder übersprungen werden können, aber niemals ein Zug dort enden darf. Ziel ist es, gegnerische Steine zu fangen. Dabei muß die Nummer des fangenden Steins gleich oder größer als jene des zu fangenden Steins sein. So bilden sich im Laufe des Spiels Stapel von Steinen, die dann als Einheit gezogen werden. "Dacapo!" ist kein Spiel, das man so nebenbei spielen kann. Es erfordert höchste Konzentration, man muß die Verteilung der Spielsteine stets neu bewerten und die Auswirkungen eines Zuges vorausberechnen. Dies ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber wer Spiele dieser Art liebt, kommt hier voll auf seine Rechnung. Und auch als Solitärspiel macht es durchaus gute Figur. (Helmut Wresnik) "Dacapo!" von Sid Sackson, Piatnik, für 1 - 4 Spieler ab 8 Jahren
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