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Klunker
Es war schon eine kleine Überraschung in Nürnberg, einen Rosenberg, genauer ein Rosenberg-Kartenspiel bei "Hans im Glück" zu finden, denn Kartenspiele hat es in den letzten Jahren dort nur sehr selten gegeben. Doch anscheinend hat man erkannt, dass Kartenspiele "in" sind und hat sich mit "Klunker" auf unbekannteres Terrain gewagt.
Zunächst wird jedem Spieler eine Schaufensterkarte gegeben, in der er dann später seine Edelsteine (Klunker) anpreisen wird. Die 94 Klunker-Karten werden gemischt und je eine an die Spieler verteilt. Sie darf aber nicht angeschaut werden, sondern wird verdeckt rechts neben das Schaufenster gelegt. So startet jeder mit einem Taler in der Kaste - "Bohnanza" lässt grüßen. Nun werden jedem Spieler 6 weitere Klunker-Karten gegeben, die er auf die Hand nimmt. Dann legen die Spieler reihum zumindest eine ihrer Klunker-Karten offen in ihr Schaufenster und bieten sie so den Mitspielern an. Liegt aus der vorigen Runde noch eine Karte dort, muss man keine neue legen aber man darf, um sein Angebot attraktiver zu gestalten. Anschließend legen die Spieler, beginnend mit dem Startspieler eine Karte aus ihrer Hand in den Tresor, der für jeden Spieler rechts neben seiner Geldkarte liegt. Dabei geht dies so lange reihum, bis niemand mehr legen will. Gleiche Klunker werden dabei im Tresor untereinander gelegt und sobald vier beisammen sind, so werden sie sofort zu Geld gemacht, d.h. umgedreht und auf den Geldstapel gelegt. Wieviel man dabei Geld erhält, hängt davon ab, wie viele anderen Edelsteinsorten noch im Tresor lagern. Je mehr, desto mehr Geld gibt es. Ausnahme ist dabei das Halsband des Löwen, das immer vollständig zu Geld gemacht wird, also alle vier Karten werden umgedreht. Wer übrigens als erster auf das Ablegen in den Tresor verzichtet, darf in der nächsten Phase als Erster beginnen. Der das Ablegen als Zweiter beendet, folgt dann als Zweiter usf. Und in dieser dritten Phase wird nun geshopt, d.h. man nimmt die Karten im Schaufenster eines Spielers - kostet 1 Geld - oder, falls es besser passt, die Karten aus der eigenen Auslage. Die erworbenen Karten werden dann sofort in den Tresor abgelegt und falls wieder ein Quartett entsteht, dieses sofort zu Geld gemacht. Nicht immer wird man natürlich gerne Shoppen, denn wenn nichts Gescheites angeboten wird, dann muss das Ganze ja trotzdem im Tresor abgelegt werden und verringert dann nur den Wert eines künftigen Quartetts. Und deshalb gibt es ein kleines Schlupfloch: Wenn man nämlich mit dem Einkaufen dran ist und das eigene Schaufenster ist bereits leer, dann darf man von einem Einkauf zurücktreten. Der Spieler, der davon als erstes Gebrauch macht, ist dann Startspieler in der nächsten Runde, ansonsten ändert sich der Startspieler nicht. Die nächste Runde beginnt damit, dass Karten, die beim Verwandeln in Geld übrig geblieben sind, in den Klunkerstapel wieder eingemischt werden und jeder Spieler auf 6 Handkarten ergänzt. Das Spiel endet, wenn dies nicht mehr möglich ist und der Spieler, der das meiste Geld einheimsen konnte, gewinnt. "Klunker" ist vom Spielgefühl her "Bohnanza" viel ähnlicher als das oben vorgestellte "Mamma Mia". Vor allem das Verwenden der Karten als Edelsteine und Geld und die Möglichkeit, durch gezieltes Umwandeln die Länge des Spiels zu steuern, ist beiden Spielen gemeinsam. Ansonsten verfügt "Klunker" über genügend eigenständige Elemente, um auch "Bohnanza"-Anhängern etwas Neues zu bieten. Es ist, verglichen mit "Bohnanza" ein ruhigeres Spiel, das etwas weniger Interaktion, dafür aber mehr an taktischen Möglichkeiten bietet. (Helmut Wresnik, Spielerei)
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