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Saturn
Ein Spiel soll in erster Linie Spannung erzeugen und Spaß machen. Wenn es aber auch noch so toll ausschaut, dass es bis zur nächsten Partie aufgebaut stehen bleiben kann, darf sich sein Besitzer glücklich schätzen. "Saturn" ist solch ein Fall.
Es sieht tatsächlich so aus, wie sein Titel verspricht. Eben wie der faszinierende Nachbarplanet unserer Erde, der mit den schönen Ringen um die Hüfte. Drei davon dienen den 2 - 4 Spielern als Ablagefläche für ihre verschiedenfarbigen Kugeln. Sind die Ringe zu Beginn alle noch schön waagerecht ausgerichtet, geraten sie mit jeder Kugel mehr in Schieflage.
Solange ein Ring nach dem Ablegen nur kurz die Tischplatte berührt, ist alle gut. Bleibt er jedoch darauf liegen, etwa weil der Spieler eine zu große Kugel gewählt oder sie ungünstig platziert hat, muß dieser sie zur Strafe wieder an sich nehmen.
Da die Ringe nicht isoliert aufgehängt sind, sondern ähnlich einem Kreiselkompass ineinander greifen, wird mit jeder Kugel das gesamte Gebilde in seiner Ausrichtung beeinflusst. Unter diesen Bedingungen den jeweils optimalen Zug zu finden, macht neben dem großen optischen Reiz die spielerische Herausforderung von "Saturn" aus.
Die Partie endet, sobald ein Teilnehmer alle Kugeln abgelegt hat. Bei der anschließenden Abrechnung wird deutlich, weshalb die Spieler nicht ständig auf Nummer sicher gegangen sind. Denn die Punktzahl für jede Kugel errechnet sich aus dem Produkt ihrer Größe und der des Ringes, auf dem sie erfolgreich platziert worden ist.
"Saturn" kommt aus dem Kleinstverlag THETA promotion, Johannestisch 20, 14532 Kleinmachnow, also ganz aus der Nähe von Berlin. Dort hatte Mitinhaber und Autor Michael Sohre als Designer schon zu DDR-Zeiten Holzspielzeug entworfen. Wer ein derart ungewöhnliches Spielobjekt von unwiderstehlichem Aufforderungscharakter sein Eigen nennen will, darf sich nicht scheuen, dafür 100 DM plus Versandkosten zu überweisen.
(Jochen Corts)
Treffender als in diesem Fall kann man eine Spielidee kaum betiteln. SATURN, der sechste Planet unseres Sonnensystems mit seinen 18 Monden und den charakteristischen Ringen aus Eis- und Staubteilchen diente den Spieleerfindern und -designern Werner Falkhof und Michael Sohre vom Theta-Verlag als Grundlage für eine faszinierende Spielumsetzung. Das Spiel SATURN ist eine solch gelungene Verbindung aus Spielthema, -design und -witz, wie man es tatsächlich nur sehr selten entdeckt. Eine reizvolle funktionierende Spielidee in einer geschmackvollen Ausführung, die eher an ein dekoratives Objekt erinnert als an ein Spiel. Ganz billig ist der Spaß nicht, aber durchaus gerechtfertigt, denn die saubere präzise Verarbeitung des Materials läßt keine Kritik zu. Die kontinuierliche und kompromißlos gute Qualität der Spiele aus dem Theta-Verlag, die bereits mehrfach Design-Preise der Branche gewannen, setzt sich in beeindruckender Manier in diesem Spiel fort. (Andreas Mutschke)
Markenzeichen des Theta-Verlages aus Kleinmachnow ist schon seit einigen, daß außergewöhnliche Spielideen als Kunstobjekte verpackt herausgegeben werden. Ihr Meisterstück haben Michael Sohre und Werner Falkhof, die gleichzeitig Verleger und Spieleautoren sind, mit dem in diesem Jahr erschienen Spielobjekt SATURN abgeliefert. Als Raumkunstwerk können Sie sich den Saturn mit seinen Ringen in Ihr Wohnzimmer holen und Sie können auch noch mit ihm spielen. Um die Saturn-Halbkugel schwanken drei Holzringe mit Lochbohrungen, in die zwei bis vier Spieler Kugeln unterschiedlicher Größe plazieren müssen. SATURN ist letztlich ein Waage-Spiel , bei dem die Spieler abwechselnd ihre Kugeln auf eine beliebige Position auf den Ringen setzen, dabei aber den Ausschlag der Ringe beachten müssen. Setzt einer der Saturnringe auf den Tisch auf, ist der Zug ungültig und die Kugel muß wieder zurückgenommen werden. Sobald ein Spieler alle Kugeln ablegen kann, ist das Spiel beendet. Der Mut zum Risiko wird durch einen speziellen Wertungsmechanismus belohnt, so daß nicht automatisch der Spieler gewinnt, der als erster fertig ist. Eleganz und Spielreiz verbindet SATURN auf vorbildliche Weise. Mit 120.- DM ist dieses bespielbare Kunstwerk zwar nicht billig, aber allemal seinen Preis wert! (Wieland Herold)
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